duftwissen

duftwissen

parfum
der begriff stammt aus dem lateinischen (per fumum) und bedeutet: „durch rauch“. früher wurden nämlich harze verbrannt und dadurch duftstoffe gewonnen. ein parfum ist die intensivste form eines duftes.

eau/eau de toilette/eau de parfum
eau ist französisch und bedeutet „wasser“. in der duftwelt wird ein parfum mit einer höheren alkohol- und wasserkonzentration als „eau“ bezeichnet.

ein eau de toilette hat eine duftölkonzentration von ca. 5 – 10 % und rangiert von der intensität im mittleren konzentrationsbereich.

ein eau de parfum hat die höchste duftölkonzentration (ca. 10 – 15 %).

alkohol
das lösungsmittel für duftstoffe. in einem parfüm wird hochprozentiger alkohol (90 – 96 %) und in einem eau de toilette wird weniger stark konzentrierter alkohl (70 – 80 %) verwendet.

destillation
durch destillation werden pflanzen wertvolle duftsubstanzen entzogen. kostbare rosenblütenblätter oder lavendel werden über heißem wasserdampf in großen filtern ausgelegt. dadurch werden die kostbaren duftöle gewonnen, ohne dass wichtige, empfindliche duftessenzen verloren gehen. 

flakon
in ihm werden düfte aufbewahrt. schon immer wurden hochwertige materialien verwendet. heute sind flakons aufgrund des alkoholgehaltes von düften fast ausschließlich aus glas.

limbisches system
unserem gehirn angegliedert, steuert das sogenannte „limbische system“ alle unsere empfindungen und gefühle. durch die nase gelangen düfte direkt dorthin und beeinflussen auf diese weise unmittelbar unsere emotionen. so können düfte beleben, beruhigen und auch längst vergessene erinnerungen und momente wieder wach rufen.

parfumeur
dieser beruf entstand ursprünglich aus dem handwerk des handschuhmachers. im 18. jahrhundert wurden handschuhe parfümiert, um den geruch des lederöls zu überdecken. der beruf des pafumeurs erfordert sensibilität, einen ausgeprägten geruchssinn und ist bis heute kein richtiger ausbildungsberuf.

nase
große parfumeure werden auch „nasen“ genannt. ihre fähigkeit besteht darin, duftstoffe gekonnt zu unterscheiden und zu wissen, welcher duft beim mixen verschiedener duftsubstanzen entstehen kann.

qualität
qualität ist ein wichtiges kriterium bei der duftherstellung. so dauert es manchmal jahre, um einen duft von hoher qualität zu komponieren. ein gelungenes zusammenspiel von wertvollen duftbestandteilen macht einen duft in zu einem einzigartigen gesamtkunstwerk und einem tollen erlebnis.

duft finden
aufsprühen, warten, schnuppern, entscheiden. jeder duft hat nach dem aufsprühen seinen eigenen „ablauf“. deswegen ist es wichtig, mindestens 20 minuten zu warten. da nämlich haben sich kopf- und herznote entwickelt und der duft zeigt seinen charakter.

parfum auftragen
düfte am besten dort auftragen, wo das blut ganz dicht unter der haut pulsiert: hinter den ohren, an der innenseite der handgelenke, auf dem dekolleté. düfte entfalten sich auch perfekt in frisch gewaschenem haar.

umkreis des duftes
ein intensiver duft mit starker ausstrahlung hat aufgetragen eine reichweite von bis zu eineinhalb metern. ein dezenter duft ist auf maximal 30 zentimeter wahrnehmbar.

haltbarkeit
düfte sind nur beschränkt haltbar. sie sollten nicht zu hell und nicht zu warm gelagert werden. nach dem öffnen sind die meisten düfte bis zu 36 monaten haltbar.

duftfamilien

duftfamilien

in der parfumerie werden unterschiedliche stilrichtungen von düften als duftfamilien bezeichnet. diese duftfamilien beschreiben den allgemeinen eindruck des duftes basierend auf inhaltsstoffen. die fünf typischen familien bei damendüften sind orientalisch, blumig/blumig-aldehydig, blumig-orientaslisch, chypre und blumig-chypre.

blumig: die gruppe der blumigen parfums ist die größte duftfamilie. hauptbestandteil des duftes ist eine blume oder ein ganzes blumenbouquet.

blumig-aldehydig: blumig-aldehydige düfte gehören zur unterfamilie der blumigen düfte. aldehyde bringen einen duft zum strahlen und lassen den charakter der blüten und blumen erstrahlen. 

blumig-chypre: chypre-noten kombiniert mit blumigen noten wirken sie sinnlich und warm. die citrusnote gibt den blumigen düften einen erfischenden charakter.

blumig-orientalisch: blumig-orientalische düfte nennt man auch florientals. diese düfte verbinden die blumige note mit sinnlich-orientalischen noten.

chypre: chypre-düfte bestehen aus düften von pflanzen, die ursprünglich aus zypern kommen. sie sind kraftvoll und dauerhaft. meist sind sie frisch und zitrisch.

orientalisch: orientalische düfte sind weich, pudrig und bestehen vanillige akzente. charakteristisch ist eine schwere süße.

duftcharakteristik

duftcharakteristik

in der parfumerie wird eine eigene sprache gesprochen um düfte zu beschreiben. wenn ein duft z. b. nach rosen riecht, nennt man ihn blumig. hier findet ihr die wichtigsten begriffe, um düfte zu beschreiben.

aquatisch: diese düfte erinnern an das meer und sind frisch und positiv. oftmals ist wassermelone ein bestandteil eines aquatischen duftes.

blumig: blumige oder florale düfte sind romantisch, frisch und leicht. sie erinnern an die welt der blüten und blumen.

bouquet: eine schöne komposition aus verschiedenen blumendüften. harmonisch, sanft und floral.

exotisch: ferne länder, sonnige strände, würzige hölzer. exotisch ist ein duft, der seltene duftkomponenten wie tonkabohnen oder vanille enthält.

frisch: diese düfte wirken positiv und leicht. meist dominieren grüne noten von gräsern oder zitrusfrüchten.

fruchtig: diese düfte erinnern an leckere, saftige früchte. beeren, apfel und pfirsich geben diesen parfums eine ruhige, sanfte und süße note.

hell: helle düfte stehen für leichtigkeit und unbekümmertheit. aus hellen blüten und früchten komponiert sorgen sie für ein feines, leichtes dufterlebnis.

holzig: holz- oder moschusnoten geben düften einen warmen charakter. so werden insbesondere orientalische parfums als „warm“ wahrgenommen.

moosig: diese düfte erinnern an feuchten, moosigen waldboden. fast alle düfte haben moosige duftkomponenten. sie haben die eigenschaft, düften tiefe zu verleihen und zu fixieren.

moschusartig: diese düfte halten lange an, wirken sinnlich und romantisch. sie haften lange und sind sehr intensiv.

orientalisch: geheimnisvoll wie „tausend und eine nacht“. diese düfte sind exotisch, geheimnisvoll und eher schwer und eigenen sich besonders für den abend.

spritzig: insbesondere zitrusnoten prägen diese leichten und fröhlichen düfte. sie beleben, erheitern und machen ganz besonders gute laune.

süß: natürliche „süße“ haben oft blumige und vanillige noten. viele düfte wirken durch süße noch einen hauch verführerischer.

vanillig: süß, verträumt, sinnlich und kräftig. so wirken vanillenoten in düften. vanilledüfte sind positiv und machen gute laune.

vetiver: wird aus der wurzel des vetivergrases gewonnen. balsamischer, holziger duft. gibt parfums eine erdige note.

warm: holz- oder moschusnoten geben düften einen sogenannten „warmen charakter“. so werden insbesondere orientalische parfums als „warm“ wahrgenommen.

zitrus: zur zitrusfamilie gehören nicht nur spritzigen limonen oder zitronen. auch bergamotte, eine kreuzung zwischen zitrone und bitterorange gehört dazu. zitrusdüfte sind leicht, lebendig und frisch.

duftpyramide

duftpyramide

eine duftpyramide setzt sich aus drei unterschiedlichen noten zusammen: der kopf- der herz- und der basisnote.

kopfnote: der erste eindruck eines duftes unmittelbar nach aufsprühen auf die haut. die kopfnote ist für ca. 10 -15 minuten wahrnehmbar und oft von zitrusnoten geprägt.

herznote: nachdem sich die kopfnote verflüchtigt hat, zeigt sich die herznote. sie ist auch als charakter eines duftes zu bezeichnen.

basisnote: die basisnote ist das, was als letztes wahrnehmbar wird. typische basisnoten sind „schwere“ düfte wie vanille oder der duft von hölzern.

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